Das Wertversprechen Deutlich unterbewertete Uhren

Am Ende der 80er Jahre beantwortet Phillips‘ angesehener Uhrenchef in New York eine große Frage. Was sollten Sie also kaufen? Es erinnerte mich an eine E-Mail, die ich 2019 von Ben Clymer erhielt, der einige Freunde nach ihren Gedanken zu Uhren fragte, die unserer Meinung nach mehr wert sein sollten, als sie sind. Als ich über meine Antwort nachdachte, kamen mir mehrere Stücke in den Sinn, die in den 1980er Jahren eingeführt wurden, und es entstand ein Thema um das, was ich an diesem Jahrzehnt vermisse.
Als die Marken aus dem Schatten der Quarzkrise hervorgingen, erschienen einige sehr wichtige und innovative replica uhren auf dem Markt, die den heutigen Sammlern angesichts ihrer aktuellen Marktpreise einen hohen Wert bieten.
Es besteht kein Zweifel – Schweizer Marken kämpften darum, den Ansturm von kostengünstigen, sehr genauen, batteriebetriebenen Quarzuhren zu überleben, und unzählige Marken überlebten nicht. Aber eine Sache, die ich im Laufe der Jahre aus der Zusammenarbeit mit meinen Schweizer Kollegen gelernt habe, ist, dass die Schweizer sehr wettbewerbsfähig sind und im Weltranking der Wettbewerbsfähigkeit 2020 als das drittstärkste Land eingestuft werden. Unter diesem Druck ist im Bereich der mechanischen Uhren eine erstaunliche Kreativität entstanden.
Seit 1941 produziert Patek Philippe weiterhin ewige Kalender und Chronographen mit ewigem Kalender. Erst 1955 stellte Audemars Piguet die bahnbrechende Ref. 5516, und erst 1985 produzierte eine andere Marke einen Chronographen mit ewigem Kalender in Serie – IWC mit dem Da Vinci Chronograph.
Die Rolex-Linie erlebte in den 1980er Jahren viele interessante Entwicklungen. Der Cosmograph Daytona wurde vom meistverkauften Modell der Marke zu seinem beliebtesten, dank des ersten Chronographenwerks mit automatischem Aufzug, den Modellen 16520, 16523 und 16528, das 1988 eingeführt wurde. Die Datumsschnellschaltung machte Modelle wie das Day-Date benutzerfreundlicher, und die Verwendung von Saphirglas war bei allen Modellen der Marke üblich und verabschiedete sich von der Vintage-Ära der Acrylkristalle.
Replica Rolex führte eine wichtige Änderung des Zifferblatts ein, die bis heute andauert. 18 Jahre später wechselte Rolex vom seit 1967 verwendeten matten Zifferblatt auf ein helles, glänzend lackiertes Zifferblatt mit weißgoldenen Leuchtindexen. Aus diesem Grund sind glänzende Zifferblattversionen dieser Acrylglasmodelle ziemlich selten, wobei die 5513 und 16750 nur sechs bzw. vier Jahre produziert wurden. Sie vereinen das Beste aus beiden Welten, Vintage und Modern, und bleiben recht erschwinglich, da das Wissen über diese seltenen Varianten nicht weit verbreitet ist.